Auf die Plätze!

Citizen Science in deiner Stadt

Auf die Plätze, fertig, hier kommen unsere Preisträger*innen!

Foto: WiD/ Gesine Born

Was hat die Gesundheit mit Wohnraum zu tun, welche Einblicke in die Artenvielfalt liefern Bodenproben und wie lässt sich eine heimatgeschichtliche Ausstellung ins 21. Jahrhundert transferieren? Diesen Fragen stellen sich unsere drei Preisträger*innen aus Hamburg, Saarbrücken und Witten. Die drei ausgezeichneten Projekte erhalten für die Umsetzung ihrer Citizen-Science-Konzepte jeweils ein Preisgeld von 50.000 Euro. Gefördert werden Ideen, die Forschung für alle erlebbar machen und gleichzeitig lokale Impulse für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, kommunaler Verwaltung und Zivilgesellschaft setzen. 
Wir freuen uns darauf, die Umsetzung der Aktionen in den nächsten Monaten zu begleiten! Auf unserem Blog halten wir euch dazu auf dem Laufenden.


Die ausgezeichneten Projekte:

Hamburg
Community Health – Gesundheit und Wohnen auf der Veddel
Im Projekt „Community Health – Gesundheit und Wohnen auf der Veddel“ erforscht ein vielfältiges Team aus Personen, die auf der Elbinsel Veddel leben und arbeiten, den Zusammenhang von Nachbarschaft, Wohnverhältnissen und Gesundheit. Auf der Grundlage unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen sollen Kriterien für belastende und schützende Wohnsituationen und deren Einfluss auf die Gesundheit erarbeitet werden. Die Ergebnisse sollen als Basis für die Entwicklung von Präventionsprogrammen dienen. Ziel des Projektes ist es, die Wohnverhältnisse nachhaltig zu verbessern, die Relevanz gemeinsam erfasster lokaler Daten zu stärken sowie die Handlungsfähigkeit der Anwohnerinnen und Anwohner zu fördern.

Das Projekt wird umgesetzt von: Gruppe für Stadtteilgesundheit und Verhältnisprävention e.V. (Poliklinik Veddel) und Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Drei Fragen an das Projekt

 

Saarbrücken
Microbelix – mikrobielle Artenvielfalt im Saarland
Das Projekt „Microbelix – mikrobielle Artenvielfalt im Saarland“ untersucht gezielt Räume mit besonders hoher biologischer Diversität. Hierzu sammeln Bürgerinnen und Bürger im Rahmen geführter Touren Bodenproben. Mittels moderner DNA-basierter Labormethoden soll die mikrobielle Artenvielfalt sichtbar gemacht und nach neuen Bakterien gesucht werden, die beispielsweise für die Entwicklung neuer Medikamente wichtig sein könnten. Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bodenbakterien sollen erforscht werden. Um die Ergebnisse effektiv zu kommunizieren und die Citizen Scientists miteinander zu vernetzen, ist die Erprobung einer neuen App geplant. Diese soll auch Trainings für die Bürgerinnen und Bürger zu “Biodiversitätsdetektiven” ermöglichen. 

Das Projekt wird umgesetzt von: Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland und Naturlandstiftung Saar

Drei Fragen an das Projekt

 

Witten
Heimat reloaded: Gemeinsam haben wir das Wir auf den Sockel
Bei dem Projekt „Heimat reloaded: Gemeinsam haben wir das Wir auf den Sockel“ soll das Wissen der Stadtgesellschaft gebündelt werden, um eine im Depot des Märkischen Museums Witten liegende heimatkundliche Sammlung wiederzubeleben. Dazu werden einzelne Exponate in der Wittener Innenstadt präsentiert und die Bürgerinnen und Bürger zu ihnen befragt: Welcher der alten und weniger alten Schätze ist heute noch von Relevanz? Gibt es zusätzliches Wissen zu den Objekten in der Bevölkerung? Und wo müssen Dinge neu gedeutet werden? Ziel ist es, eine neue, dauerhafte und zeitgemäße stadt- und heimatkundliche Ausstellung zu schaffen. Diese soll möglichst die Geschichte und Identität aller Menschen in Witten abbilden und zukünftig dynamisch und bürgerschaftlich weitergeführt werden.

Das Projekt wird umgesetzt von: Kulturforum Witten und Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark e.v. mit Sitz im Märkischen Museum

Drei Fragen an das Projekt